Osterhasen demonstrieren für Menschenrechte

18.04.2019

Obwohl Schokoladenunternehmen schon seit Jahren nachhaltige Schokolade versprechen, werden die Menschenrechte vieler Kakaobäuerinnen und -bauern noch immer mit Füßen getreten. Deshalb traten im Rahmen der Osteraktion der INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair! in 20 Städten als Osterhasen verkleidete AktivistInnen in den Streik. Sie sammelten Unterschriften und forderten, Schokoladenunternehmen endlich für Menschenrechtsverletzungen zur Verantwortung zu ziehen.

Foto: Weltladen Gerberau

In unserer Schokolade steckt noch immer viel Kinderarbeit - obwohl die Schokoladenindustrie schon seit Jahren verspricht, diese zu beenden. Und noch immer können Konzerne nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie an Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind. INKOTA fordert deshalb von der Bundesregierung, Unternehmen endlich gesetzlich zum Schutz der Menschenrechte zu verpflichten.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, sammelten im Rahmen der Osteraktion von Make Chocolate Fair! AktivistInnen von Jugendgruppen, Weltläden und Fairtrade-Town-Initiativen quer durch Deutschland Unterschriften für den Appell der Kampagne "Menschenrechte schützen - Konzernklagen stoppen!". Teilweise bei Wind und Wetter, teilweise bei strahlendem Sonnenschein klärten sie in Fußgängerzonen oder auf Marktplätzen die PassantInnen über ihre Forderungen auf und verteilten Infomaterial.

INKOTA Osteraktion

 

Die kreativen Protestaktionen weckten nicht nur das Interesse der PassantInnen, sondern auch der Presse. Die Neue Westfälische klärte in ihrem Artikel auf, warum Osterhasen im Schneegestöber auf dem Jahnplatz in Bielefeld demonstrierten. Auch in Lingen, Freiberg und Hamburg wurde über die Osteraktionen berichtet. Und auch Marburg und Lübeck haben es in die Zeitung geschafft:

 

Die diesjährige Unterschriftenchallenge haben die AktivistInnen des Weltladen Lingen mit 415 Unterschriften gewonnen. INKOTA und Make Chocolate Fair! sind beeindruckt.

Im Rahmen der verschiedenen Aktionen wurden über tausend Unterschriften gesammelt. Insgesamt haben bereits über eine halbe Million Menschen den Appell der Kampagne "Menschenrechte schützen - Konzernklagen stoppen!" unterschrieben. Nun gilt es, den Druck aufrecht zu erhalten - denn bisher lehnt es die Bundesregierung ab, Unternehmen gesetzlich zum Schutz der Menschenrechte zu verpflichten. Sie setzt stattdessen darauf, dass Unternehmen freiwillig die Menschenrechte achten. Viele gebrochene Versprechen - nicht nur der Schokoladenindustrie - zeigen jedoch: Freiwilligkeit ist gescheitert. Wir brauchen endlich verbindliche Regeln!

INKOTA wird sich mit weiteren Aktionen dafür einsetzen, dass in Deutschland endlich ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von Unternehmen verabschiedet wird - weitere Informationen dazu folgen in Kürze!

Ein großes Dankeschön geht an alle, die mitgemacht und mit ihrem Engagement die Kampagne Make Chocolate Fair! unterstützt haben!