Osterhasen demonstrieren für faire Schokolade

05.04.2018

In Berlin, Bremen, Hamburg, Heidelberg, Marburg und elf weiteren Städten sind rund um Ostern die Osterhasen in den Streik getreten und haben gefordert: Schokolade muss endlich fair werden! Sie folgten damit dem Aufruf der INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair! zu Protestaktionen gegen die ungerechten Zustände im globalen Schokogeschäft.

Mehr als 100 AktivistInnen von Jugendgruppen, Weltläden, Fairtrade-Town-Initiativen und Schulklassen waren an der Durchführung der verschiedenen Aktionen beteiligt. Als Osterhasen verkleidet und mit Infomaterial und großen Sprechblasen ausgestattet informierten sie in Fußgängerzonen und an zentralen Plätzen die PassantInnen über die Situation von Kakaobäuerinnen und –bauern sowie über mögliche Alternativen zum unfairen Schokogeschäft.

Hier ein paar Aktions-Highlights:

  • In Bremen erregte das Junge entwicklungspolitische Forum (JeP) mit seiner Aktion vor einem Rewe-Supermarkt die Aufmerksamkeit diverser Zeitungen, Radio- und Fernsehsender (siehe hier ab Min. 25:40).
  • Beim Niebüller Osterhasenalarm trotzten kostümierte Freiwillige der Kälte und dem Regen und verteilten mehrere tausend fair gehandelte Schokotaler mit dem Logo der Kampagne Make Chocolate Fair!.
  • In der Weseler Fußgängerzone stellte die Eine-Welt-Jugendgruppe Wesel mit mehreren hundert Sprechblasen-Fotos in nur wenigen Stunden den einsamen Aktionsrekord auf. „Die Zustände im Kakaoanbau sind untragbar“, erklärten die beteiligten AktivistInnen. „Es ist wichtig, dass SchokoliebhaberInnen erfahren, unter welchen Bedingungen der Kakao angebaut wird.“

Wir sind überwältigt von so viel Engagement und bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgemacht haben!

Mit den Osteraktionen haben wir eine starke Botschaft an die Schokoladenindustrie gesendet: Viele Menschen in Deutschland fordern, dass Kakaobauern und –bäuerinnen endlich einen fairen Preis für Kakao erhalten! INKOTA wird dafür sorgen, dass die Unternehmen diese Botschaft zu hören bekommen, wenn sich in zwei Wochen die wichtigsten Entscheider des globalen Schokoladengeschäfts in Berlin zur 4. Weltkakaokonferenz versammeln.

Anlässlich der Konferenz rufen wir am Montag, den 23. April gemeinsam mit dem Forum Fairer Handel, der Initiative „SchokoFair – Stoppt Kinderarbeit!“ und Stop The Traffik zu einer Protest-Demo auf. Denn Schokoladenunternehmen versprechen zwar seit Jahren mehr Nachhaltigkeit, aber die Situation der Kakaobäuerinnen und –bauern hat sich bisher kaum verbessert. Wir fordern deshalb die Unternehmen und die Politik auf, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Armut der Bäuerinnen und Bauern zu beenden und Kinderarbeit zu stoppen.

Seien auch Sie mit dabei! Je mehr Menschen am 23.4. auf der Straße sind, desto lauter wird unser Protest zu hören sein. Mehr Infos zur Protest-Demo finden Sie hier.

P.S. Unsere Partnerorganisation SEND hat einen Plan, um Kakaobäuerinnen und -bauern in Ghana zu stärken. Unterstützen Sie die Arbeit von SEND mit einer Spende!