Konsultationspapier: Raising Farm Gate Prices for Cocoa Farmers

24.04.2017

In den letzten Jahren hat sich im Kakaosektor einiges bewegt. Regierungen, Schokoladenunternehmen und die Zivilgesellschaft stehen in einem kritischen Dialog über verschiedene Nachhaltigkeitsthemen - von der Bekämpfung der Kinderarbeit über Schulungen für die Kakaobauern und -bäuerinnen bis hin zur Zertifizierung. Eine Sache kommt in diesen Diskussionen bisher jedoch zu kurz: Die Frage, wie sich die Erzeugerpreise für die Bäuerinnen und Bauern erhöhen lassen, damit sie der strukturellen Armut entkommen und ein existenzsicherndes Einkommen erreichen.

Diese Frage stellt sich umso dringender, als der Kakaopreis in den letzten Monaten um mehr als 30 Prozent gefallen ist. Die schon heute schwierige Situation der Kakaobäuerinnen und -bauern wird sich dadurch weiter verschärfen, wenn nichts dagegen unternommen wird. Aber welche Optionen liegen angesichts dieser dramatischen Lage auf dem Tisch? Was sollten die Schokoladenunternehmen tun, um die Erzeugerpreise zu erhöhen? Welche unterschiedlichen Ansätze gibt es, und wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Welche Rolle können z.B. flexible Prämien spielen? Und welche Verantwortung haben langfristig die Regierungen und die Industrie?

Das erste Konsultationspapier zum neuen Kakaobarometer 2017 will diese Debatte voranbringen. Es präsentiert deshalb ein paar konkrete Vorschläge, wie sich die Einkommen der Kakaobauernfamilien steigern lassen. Das Konsultationspapier wird von einem Konsortium aus europäischen und US-amerikanischen NGOs und Gewerkschaften veröffentlicht, dem das INKOTA-netzwerk und die Kampagne Make Chocolate Fair! angehören.

Hier finden Sie das Konsultationspapier zum Download (auf Englisch).

Lesen Sie hier das letzte Kakaobarometer aus dem Jahr 2015.