Kampf gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau: Rundreise mit Marie Jeanne Kombo aus der Côte d'Ivoire im November

02.11.2015

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und in den Regalen türmen sich schon seit Wochen die Schokoladen-Weihnachtsmänner, Pralinen und Adventskalender. Was man ihnen nicht ansieht: Auf dem deutschen Markt kommen 60 Prozent des wichtigsten Rohstoffs für die Schokoladenköstlichkeiten aus der Côte d'Ivoire, wo die Mehrheit der Kakaobauernfamilien in bitterer Armut lebt. Kinderarbeit gehört zum Alltag auf den Kakaoplantagen.

Pünktlich zum Beginn der Advents- und Schokoladenzeit hat Make Chocolate Fair!  die Gewerkschafterin Marie-Jeanne N`Zore Kombo eingeladen. Am 25.11. in Berlin und am 26.11. in Köln berichtet sie aus erster Hand von den Missständen auf den Kakaoplantagen in der Côte d'Ivoire.

Frau Kombo koordiniert beim Gewerkschaftsbund der Côte d'Ivoire (UGTCI) das Aktionsprogramm „Kampf gegen Kinderarbeit auf Kakaoplantagen“. Wie wichtig dieser Kampf ist, zeigt ein Blick in die Statistik: In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl von Kindern, die unter gefährlichen Bedingungen im Kakaoanbau arbeiten, in der Côte d'Ivoire um 46 Prozent auf 1,15 Millionen gestiegen. Sie ernten zum Beispiel mit einer Machete Kakaoschoten oder schleppen schwere Säcke mit Kakaofrüchten.

Wir laden Sie herzlich ein, mit Frau Kombo und uns die Ursachen der Kinderarbeit zu beleuchten und zu diskutieren, was passieren muss, um Kakaobäuerinnen und -bauern ein existenzsicherndes Einkommen zu ermöglichen. Was ist ein gerechter Preis für Kakao? Welche Verantwortung und Verpflichtung hat die Schokoladenindustrie und welchen Einfluss können wir als VerbraucherInnen in Europa nehmen?

Außerdem informiert Evelyn Bahn von INKOTA über die Erfolge und nächsten Schritte der Kampagne Make Chocolate Fair!, die auch Frau Kombo tatkräftig unterstützt: Am 2. Dezember wird sie zusammen mit AktivistInnen von Make Chocolate Fair! 120.000 Unterschriften von VerbraucherInnen aus ganz Europa an den Dachverband der europäischen Süßwarenhersteller CAOBISCO überreichen.

PDF Icon 25. November 2015 in Berlin
ab 18:30 Uhr im Seminarraum 1, Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

18:30: Ankommen und Infos am Aktionsstand
19:00: Schoko-Schock: Was tun gegen die Scheiße? (Video)
19:05: Make Chocolate Fair! Eine Kampagne mobilisiert Europa (Evelyn Bahn)
19:25: Kakaoanbau in der Côte d'Ivoire (Bericht & Diskussion mit Marie-Jeanne N’Zore Kombo)
21:00: Ausklang mit Infos und Schokoladenfondue

PDF Icon 26. November 2015 in Köln
ab 18:30 im Schokoladenmuseum, Am Schokoladenmuseum 1A, 50678 Köln

18:30: Schokoladiger Empfang
19:00: Begrüßung (Maria Mrachacz)
19:05: Make Chocolate Fair! Eine Kampagne mobilisiert Europa (Evelyn Bahn)
19:15: Kakaoanbau in der Côte d'Ivoire (Bericht & Diskussion mit Marie-Jeanne N’Zore Kombo)
20:20: Ein Leben in Würde für Kakaobäuerinnen: Welche Rolle spielt der Preis? (Friedel Hütz-Adams)
21:00: Ausklang mit Infos und Kürbissuppe mit Brot

Bei beiden Veranstaltungen wird konsekutiv Französisch-Deutsch übersetzt.

 

Mit finanzieller Unterstützung von:

Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst.

 

Die Inhalte der Veranstaltungen liegen in der alleinigen Verantwortung von INKOTA und stellen somit in keinster Weise die Meinung der Förderer dar.