Faire Bezahlung von Kakaobäuerinnen und -bauern und ihren ArbeiterInnen

Schokoladenunternehmen müssen existenzsichernde Preise für Kleinbäuerinnen und -bauern und ihren Arbeiter*innen und Erntehelfer*innen garantieren. Diese Preise müssen den Kakaobauernfamilien ein existenzsicherndes Einkommen entsprechend den Lebenshaltungskosten ihres Landes ermöglichen. Nur wenn Kakaoproduzent*innen ein existenzsicherndes Einkommen erhalten, können sie auch existenzsichernde Löhne an ihre Arbeiter*innen zahlen. Durch eine angemessene Bezahlung können sie außerdem auf Kinderarbeit in der Kakaoproduktion verzichten.

Insbesondere in Westafrika liegt das durchschnittliche Einkommen von Kakaobäuerinnen und -bauern derzeit weit unter dem Existenzminimum: In Ghana müsste sich das Einkommen einer typischen Kakaobauernfamilie etwa verdoppeln, um existenzsichernd zu sein. In der Côte d'Ivoire müsste es sich sogar fast verdreifachen.

Ein existenzsicherndes Einkommen muss die Grundbedürfnisse der Kakaoproduzent*innen und ihrer Familien decken. Dazu zählen eine angemessene Unterkunft, ausreichende und gesunde Ernährung, sauberes Trinkwasser, Kleindung, eine ausreichende Gesundheitsversorgung, Bildung, Transportkosten und die Möglichkeit, im kleinen Rahmen Ersparnisse für Notfälle zu bilden.