Online-Seminar: Wie profitieren Kinderrechte von einem Lieferkettengesetz?

24.08.2020

Im Tabak- und Kakaosektor kommt es immer wieder zu Kinderarbeit. Ein Lieferkettengesetz kann dies ändern!

Unternehmen profitieren schon zu lange von Kinderarbeit oder anderen ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Sie haben gezeigt, dass sie freiwillig kaum zur Einhaltung der Menschenrechte und zum Schutz der Umwelt entlang der Lieferketten beitragen. Nur ein Gesetz kann dies ändern. Nun haben sich die Bundesminister Hubertus Heil und Gerd Müller auf Eckpunkte für ein solches Gesetz geeinigt. Diese wollen wir unter die Lupe nehmen und in den Kontext von konkreten Beispielen setzen.

Wann: Dienstag, 1.9.2020, 14:00 Uhr – 15:00 Uhr

Wo: überall, die Veranstaltung ist ein Online-Seminar

Wer: Laura Graen (Expertin für Menschenrechte und Tabakkontrolle), Maja Volland (Forum Fairer Handel) und Leonard Rupp (INKOTA/Kampagne Make Chocolate Fair). Die Moderation übernimmt Autorin Erika Harzer.


Was genau ist das Problem?

Auf Kakaoplantagen in Westafrika arbeiten rund 2 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen. Sie müssen schwere Kakaosäcke tragen, mit gefährlichen Werkzeugen arbeiten oder giftige Pestizide versprühen. 10.000 Kinder sind von Kinderhandel und -sklaverei betroffen. Auch in der Tabakindustrie arbeiten schätzungsweise 1,3 Millionen Kinder weltweit. Dazu gehört die Arbeit auf Tabakfeldern, bei der Weiterverarbeitung des Rohtabaks sowie bei der Produktion von Tabakprodukten (z.B. Bidis in Indien und Bangladesch). Ein Lieferkettengesetz würde dazu führen, dass auch deutsche Unternehmen zur Beseitigung dieser Missstände beitragen müssen.

Im Online-Seminar von Unfairtobacco, dem Forum Fairer Handel und der Kampagne Make Chocolate Fair geben Expert*innen einen Einblick in die Lieferketten von Kakao und Tabak geben und eine Einschätzung über die Eckpunkte des geplanten Lieferkettengesetzes. Dabei werden über folgende Fragen diskutiert:

Welche Menschen- und Kinderrechte werden im Tabak- und Kakaosektor verletzt? Wie können Unternehmen wirksam zur Einhaltung der Kinderrechte in ihren Lieferketten bewegt werden? Wie bewerten wir die Eckpunkte des geplanten Lieferkettengesetzes? Welche Möglichkeiten und Grenzen bietet der Faire Handel mit Produkten? Welche anderen Handlungsmöglichkeiten gibt es für kleinbäuerliche Betriebe im Globalen Süden?

Das Online-Seminar ist kostenfrei und richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus den Bereichen Gesundheit, Kinder- und Menschenrechte, Tabakkontrolle und nachhaltige Entwicklung, an Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung, an Medienvertreter*innen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme

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Wenn Sie sich anmelden und doch nicht teilnehmen können, schicken wir Ihnen einen Link, um die Aufzeichnung der Präsentation anschließend anzusehen.

Die Veranstaltung wird gefördert von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des BMZ, durch die Landesstelle EZ des Berliner Senats, durch den Evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienst (Brot für die Welt) und die Stiftung Oskar-Helene-Heim.