Neues INKOTA-Infoblatt zu Pestizideinsatz im Kakaoanbau veröffentlicht!

12.04.2022

Rund neun Kilogramm Schokolade genießen Menschen in Deutschland pro Kopf pro Jahr. Was man der Schokolade aber weder ansieht noch schmeckt: Beim Anbau von Kakao werden hochgefährliche Pestizide eingesetzt – mit schädlichen Auswirkungen für Mensch und Umwelt.

Das Bild zeigt einen Kakaobauern, der mit einer Schutzbrille bekleidet Pestizide auf einen Kakaoaum sprüht.Seit Jahren werden im Kakaoanbau in Westafrika vermehrt Pestizide eingesetzt. Besonders besorgniserregend: Die meisten dieser eingesetzten Pestizide werden wegen ihrer schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Natur als hochgefährlich eingestuft. In der EU sind viele von ihnen deshalb verboten oder nicht mehr zugelassen, in der Côte d’Ivoire und Ghana hingegen schon. Doch in Fachdiskussionen erfährt der stetig steigende Einsatz von hochgefährlichen Pestiziden und dessen Konsequenzen kaum Aufmerksamkeit. Auch den Nachhaltigkeitsberichten der großen Kakao- und Schokoladenunternehmen finden sich keine Aussagen darüber, wie den gesundheitlich und ökologisch negativen Auswirkungen des Pestizideinsatzes in ihren Lieferketten begegnet werden soll.

Das neue Infoblatt 7 "Pestizide im Kakaoanbau - Gefährliches Gift für Kakaobäuer*innen und Umwelt" beleuchtet den seit Jahren steigenden Pestizideinsatz im Kakaoanbau in Westafrika sowie dessen Ursachen und Mensch und Umwelt. Es werden auch alternative, ökologische Anbaumethoden wie der biologische Kakaoanbau vorgestellt und erläutert.

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